Tattoo entfernen: Eine Creme ist keine Alternative zur professionellen Laserbehandlung!

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Welche Arten der Tattooentfernung gibt es?

Du möchtest Dein Tattoo gerne loswerden, aber weißt nicht wie? Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Dein Tattoo entfernen zu lassen. Dazu zählen unter anderem verschiedene Cremes, Milchsäure und chemische Peelings. Allerdings raten Experten von diesen alternativen Methoden der Tattooentfernung strengstens ab.

Informiere Dich daher gründlich über die Risiken dieser Methodiken und lass Dich von erfahrenen Spezialisten beraten. Denn die effektivste und risikoärmste Art der Tattooentfernung ist die Laserbehandlung, zu der Dir jeder Arzt am ehesten raten wird.

Was sind Risiken der Tattooentfernung per Creme?

Damit die Cremes ihre gewünschte Wirkung zeigen, enthalten sie Trichloressigsäure. Diese ist auch in Produkten enthalten, die für Akne- und Warzenbehandlungen verwendet werden. Allerdings wird in diesen Fällen besonders auf die Dosierung geachtet, damit sich Deine Haut nicht in Schichten abziehen lässt. Die Schälung der Haut kann sehr schmerzhaft sein und die Gefahr der Narbenbildung ist sehr hoch.

Solltest Du Dich daher für eine Creme zur Tattooentfernung entscheiden, solltest Du Dies nur unter ärztlicher Begleitung durchführen. Dein Arzt kann dich über mögliche Nebenwirkungen aufklären, da die Risiken bei falscher Anwendung der Entfernungscreme sehr hoch sind.

Was ist die sicherste Methode, mein Tattoo entfernen zu lassen?

Wenn Du Dir unsicher über die alternativen Arten der Tattooentfernung und im Speziellen die Verwendung einer Entfernungscreme bist, informiere Dich bei einem Facharzt über die Tattooentfernung per Laser. Die Erfolgschancen einer kompletten Tattooentfernung sind bei einer Laserbehandlung deutlich höher als bei herkömmlichen Methoden. Zudem sind mit der Lasertherapie weniger Risiken, wie z. B. die Bildung von Narben oder Schmerzen während der Behandlung, deutlich geringer.

Etwa 6,3 Millionen Deutsche tragen eine oder mehrere Tätowierungen auf der Haut – Tendenz steigend. Eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) aus dem Jahr 2014 hat jedoch gezeigt, dass etwa jeder Zehnte die Entscheidung für den Körperschmuck früher oder später bereut.

Je jünger der Tätowierte beim Stechen war, desto höher das Risiko, dass es ihm später nicht mehr gefällt. Die steigende Nachfrage nach Tattooentfernungen ruft aber auch Anbieter unseriöser und sogar gefährlicher Entfernungsmethoden auf den Plan, die die Not der Kunden ausnutzen. Eine dieser Methoden, die angeblich dazu in der Lage ist, Tattoos zu entfernen, soll die Creme sein. Wir sagen Dir, was wirklich dahinter steckt!

Tattooentfernung mit Bleichcremes

Mittlerweile gibt es verschiedene Tattooentfernungscremes auf dem Markt – und es kommen immer wieder neue, angeblich bessere hinzu. Die Cremes versprechen eine erfolgreiche, schmerzfreie und narbenfreie Tattooentfernung. Dazu werden diese Bleichcremes direkt auf das tätowierte Hautareal aufgetragen, in der Regel über mehrere Wochen. Die Wirkungsweise ist dabei immer gleich: Die natürlichen Schutzmechanismen des Körpers sollen durch die Inhaltsstoffe zusätzlich unterstützt werden, um die Tattoofarbe schneller von der Haut zu entfernen. Doch gerade hier liegen die Risiken dieser Methode, die sich aus der Funktionsweise der Cremes ergeben.

Welche Cremes zur Tattooentfernung werden angeboten?

Recherchiert man im Internet nach einer Creme, die Tattoos entfernen zu verspricht, stößt man oft auf eine Creme namens Profade™ 1-2-3. Sie wirbt damit, Tattoos ohne Nebenwirkungen entfernen zu können – wie ein wahres Wundermittel. Das lockt zahlreiche Kunden an. Schließlich ist eine solche Creme deutlich günstiger als eine Laserbehandlung, für die Anwendung ist kein Arzt oder Spezialist notwendig und sie ist frei erhältlich. Die Wahrheit ist aber, dass Profade völlig unwirksam und sogar hautschädigend sein kann. Die Inhaltsstoffe der Creme haben nämlich keinerlei Auswirkung auf die in der Haut eingelagerten Farbpigmente. Folglich ist Profade weder für die Tattooentfernung noch als Creme für die Hautpflege geeignet.

Zwar existieren Wirkstoffe, die Tattoos aufhellen oder entfernen können, jedoch bringen diese dann ungewünschte Nebenwirkungen mit sich. So besitzt zum Beispiel der Wirkstoff Ingenolmebutat die Fähigkeit, Tätowierungen zu entfernen, jedoch können dabei Narbenbildungen oder andere Hautveränderungen auftreten. Auch sind auf dem Markt viele Cremes auf TCA-Basis zu finden. TCA (Trichloressigsäure) soll die Haut bleichen und damit das Tattoo aufhellen. Eine Creme mit diesem Inhaltsstoff muss allerdings in Absprache mit einem Arzt angewandt werden, da es auch hier zu gravierenden Hautschädigungen kommen kann. Denn Tattooentfernungscremes mit TCA wirken, indem sie Hautschichten abbrennen. Bei einer falschen Dosierung ist die Wahrscheinlichkeit von Narbenbildung extrem hoch. Andere Cremes enthalten Hydrochinon. Dieser Wirkstoff hemmt die körpereigene Melaninproduktion und wird zum Beispiel eingesetzt, um Sommersprossen auszubleichen. Aber auch hier ist aufgrund der gesundheitlichen Risiken höchste Vorsicht geboten. Hydrochinon steht unter anderem im Verdacht, Krebs zu erregen.

Was genau passiert dabei im Körper und in der Haut?

In unserem Körper befinden sich die sogenannten Makrophagen, die auch als Fresszellen bezeichnet werden. Ihre eigentliche Aufgabe liegt darin, Fremdstoffe im Körper abzubauen und so der Entzündungshemmung zu dienen. Die Makrophagen bringen in diesem Zusammenhang die für den Körper als Fremdstoffe erkannten Stoffe in das Lymphatische System, das die Farbstoffe zur Leber transportiert. Dort wird die Farbe weiter abgebaut und letztendlich ausgeschieden.

Werden nun beim Tätowieren Farben unter die Haut gestochen, werden auch diese von den Makrophagen als Fremdstoffe erkannt und über das Lymphsystem abgebaut. Jetzt kommt die Tattooentfernungscreme ins Spiel: Diese soll dazu führen, dass neue und vor allem mehr Makrophagen gebildet werden, die dann wiederum die alten Makrophagen, in denen noch Farbpigmente enthalten sind, auffressen.

Beim Tattoo-Entfernen mit einer Creme wird also das gesamte Immunsystem eingebunden, um die Farben des Tattoos abzubauen und über die Lymphe, die eigentlich der Krankheitsabwehr dient, aus dem Organismus zu entfernen. In der Realität funktioniert dies jedoch – man kann es sich denken – nicht so reibungslos wie gewünscht.

Tattoo entfernen mit Creme: Welche Risiken gibt es?

Ein wesentlicher Inhaltsstoff vieler Tattooentfernungscremes ist die chemische Substanz namens Trichloressigsäure. Diese wird von Dermatologen verwendet, um Akne-Narben, Warzen oder auch feine Fältchen zu entfernen.

Allerdings wendet der Dermatologe diese Creme mit viel fachlichem Hintergrundwissen an und nutzt die Creme in einer genau auf den Patienten abgestimmten Dosierung. Bei der Anwendung der Tattooentfernungscreme kann es allerdings passieren, dass sich die Haut aufgrund der oft viel zu hohen Dosierung der Creme löst und in Schichten abziehen lässt. Dieser Vorgang entspricht quasi einem intensiven Haut-Peeling, das über einen Zeitraum von mehreren Wochen angewandt wird. Die Entfernung der Farbpigmente erfolgt dabei praktisch über eine Schälung der Haut, was Narben beim Entfernen des Tattoos hervorrufen kann. Aufgrund der Intensität, mit der die Tattooentfernungscreme auf den Körper einwirkt, kann diese Methode zudem starke Schmerzen verursachen.

Mit welchen Ergebnissen ist bei einer Tattooentfernung mittels Creme zu rechnen?

Tattoo entfernen mit Creme – die Hersteller werben damit, dass das ganz einfach ohne Nebenwirkungen möglich ist. Doch die Cremes halten meist nicht das, was sie versprechen. Da die Tattooentfernungscreme den Körper aktiviert, die Farbpigmente zu fressen und über die Lymphe zu entsorgen, kann es sein, dass nicht alle Farben erfasst werden. Das Tattoo bleibt also auch weiterhin zumindest in Schatten sichtbar. Mögliche Tattooreste müssen dann zusätzlich beim Experten, z.B. per Lasertechnik, entfernt werden. Wird eine Bleichcreme verwendet, um ein Tattoo nur leicht aufzuhellen, besteht hingegen die Gefahr, dass sich die Farben verändern. Das größte Problem sind aber sicherlich die Narben, die mit großer Wahrscheinlichkeit zurückbleiben werden.

Sicher & narbenfrei – Tattooentfernung beim Profi

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte in jedem Fall eine professionelle Praxis aufsuchen, um sein Tattoo entfernen zu lassen. Auf eine Creme sollte verzichtet werden. Die Tattooentfernung mit dem Laser ist eine besonders sanfte Methode, die sehr gute und vor allem narbenfreie Ergebnisse erzielt.

Das Lasern hat sich damit als die verlässlichste und mittlerweile auch gängigste Methode zur Tattooentfernung bewährt, da sie die wenigsten Nebenwirkungen mit sich bringt.

Die Fachärzte aus dem tattoolos-Netzwerk setzen zum Tattoo-Weglasern in ihren Praxen modernste Laser-Technologie ein – zum Beispiel den besonders hautfreundlichen und gütegeschalteten Nd:YAG-Laser, mit dem unerwünschte Hautveränderungen ausbleiben. Darüber hinaus gibt es auch verschiedene Möglichkeiten zur Tattooentfernung ohne Laser. Diese können allerdings je nach Methode Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Von der eigenen Behandlung – einer Tattooentfernung mittels Creme – ist aber auf jeden Fall abzuraten! Die Risiken sind groß und das Ergebnis ist vorher nicht absehbar. Zudem ist die Anwendung eine Belastung für den Organismus, da chemische Substanzen auf den Körper einwirken.

Titelbild – ©istockphoto.com/Tharakorn
Weitere Bildquellen – ©istockphoto.com/netris, ©
tattoolos ®

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