Tipps für das Praxismarketing

Ihrer Dermatologie

Genauso wie andere Firmen ist auch Ihre Dermatologie als Unternehmen auf Patienten angewiesen, die Ihre Leistungen in Anspruch nehmen. Daher ist auch für Ärzte ein professionelles Praxismarketing unerlässlich. Schließlich herrscht unter Arztpraxen genauso ein Wettbewerb wie unter Unternehmen anderer Branchen.

In welche Praxis ein Patient für eine Behandlung kommt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Wir zeigen Ihnen, welche das sind und wie Sie Ihre Patienten mit einem ausgereiften Praxismarketing davon überzeugen können, sich für Ihre Dermatologie zu entscheiden.

Was bedeutet der Begriff Praxismarketing?

Marketing generell bezeichnet alle kommunikativen Maßnahmen eines Unternehmens, die zur Bewerbung und zum Verkauf eines Produktes beitragen. Praxismarketing im Speziellen ist somit ein betriebswirtschaftlicher Teilprozess, der den Anbietern im Gesundheitswesen bei der Vermarktung ihrer Dienstleistungen hilft. Mit entsprechenden Maßnahmen wird versucht, die Bedürfnisse des Patienten zu verstehen, Entwicklungspotenziale zu identifizieren und die Marketingaktivitäten danach auszurichten. Mit einem ausgefeilten Praxismarketing können Sie somit Ihre Patientenakquise effizienter gestalten und erfolgreich zum Erhalt Ihrer Stammpatienten beitragen. Damit stellen Sie die Wirtschaftlichkeit Ihrer Praxis sicher.

Das Praxismarketing für eine Arztpraxis unterscheidet sich je nach Zielgruppe, Region und Positionierung. Entsprechend bieten sich für eine Dermatologie andere Marketingmöglichkeiten an als für Krankenhäuser. Um festzustellen, welche Marketingstrategien Ihre Dermatologie benötigt, ist zunächst eine IST-Analyse von Nöten. Diese analysiert die Ausganglage Ihres Umfelds und der eigenen Praxis. Sie legt offen, welche Schwächen, Mängel, Potenziale und Wünsche es in der Arztpraxis gibt. Anhand der Ergebnisse können Sie festlegen, an welchen Marketingmaßnahmen es Ihrer Dermatologie noch fehlt.

Fragen für die IST-Analyse

• Haben Sie bereits einen Marketingplan?
• Wie würden Sie Ihre aktuellen Marketingmaßnahmen insgesamt bewerten?
• Welche Marketingmaßnahmen haben Sie bereits eingeführt?
• Wie hoch ist Ihr Marketingbudget?

Was muss man beim Praxismarketing beachten?

Zu beachten ist, dass Praxismarketing sich in vielen Hinsichten vom klassischen Marketing unterscheidet, da es berufsrechtliche Vorgaben zu berücksichtigen gilt. Noch vor einigen Jahren war Ärzten fast jegliche Art von Werbung untersagt. Im Zuge der liberalisierenden Rechtsprechung zum Werberecht der Freiberufler wurden die Bestimmungen jedoch gelockert. Heutzutage ist Arztpraxen das Praxismarketing erlaubt, wobei es noch immer unter den Bedingungen des Arztwerberechts stattzufinden hat. Demnach ist berufswidrige Werbung im Gesundheitswesen untersagt. Damit ist insbesondere eine anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung gemeint:

  • Anpreisend: übertreibende Werbung mit reißerischen und marktschreierischen Mitteln
  • Irreführend: unwahre oder täuschende Angaben, die Fehlvorstellungen hervorrufen
  • Vergleichend: Vergleich der eigenen Leistung mit der eines Wettbewerbers


Folglich ist unsachliches Praxismarketing verboten. Lediglich sachliche, berufsbezogene Informationen dürfen als Werbemittel eingesetzt werden. Der Nutzen für den Patienten muss immer erkennbar sein und im Vordergrund stehen. Verstöße gegen das Arztwerberecht können mit Abmahnung, Geldstrafen oder einem Entzug der Approbation bestraft werden.

Warum wird Praxismarketing für Ärzte immer wichtiger?

Im Zuge der Digitalisierung suchen die potenziellen Patienten zunehmend im Internet nach einer passenden Arztpraxis. Folglich haben die Dermatologen einen Vorteil, die bei Google schnell auffindbar sind. Neben Google gibt es speziell für Sie als Dermatologie aber auch spezifische Plattformen, zum Beispiel das Ärztenetzwerk tattoolos. Macht Ihre Webseite dann auch noch einen sympathischen und strukturierten Eindruck, hat sich der Patient schon fast für Sie entschieden. Noch ein Blick in die positiven Bewertungen bei Jameda und der Patient ist Ihnen sicher. Ein erfolgreiches Praxismarketing kann dazu führen, dass die Patientenakquise bei Ihnen genauso abläuft.

Aber nicht nur die Patientengewinnung, sondern auch die medizinische Beratung und Betreuung der Patienten wandert zu großen Teilen ins Internet ab. Viele Arztpraxen bieten heutzutage eine Online-Terminvergabe oder Videosprechstunden an. Folglich erhöht sich Ihr potenzieller Kundenstamm um Patienten, die nicht im Nachbarsort oder der nächstgelegenen Stadt wohnen. Anreisen fallen weg, sodass Sie auch Patienten über die eigenen Stadtgrenzen hinweg gewinnen. Auch hier gilt: professionelles Praxismarketing ist essentiell, um diese Reichweitenerhöhung erreichen zu können.

Praxismarketing hat zum Ziel, optimierte Leistungen anzubieten, indem die Kommunikation genau auf die Zielgruppe, die Patienten, zugeschnitten wird.

Partner des tattoolos-Netzwerks

Welche Möglichkeiten gibt es für Marketing in der Arztpraxis?

Eine einzige Marketingmaßnahme reicht nicht aus, um erfolgreiches Praxismarketing zu betreiben – auch wenn diese noch so großen Erfolg verspricht. Ein sinnvoller Mix aus mehreren Maßnahmen ist notwendig, um die Ziele zu erreichen, die Sie sich als Dermatologie gesetzt haben. Wir haben Ihnen eine Liste an Tipps für Marketingmaßnahmen zusammengestellt, die Ihre Dermatologie dabei unterstützen wird, neue Patienten zu gewinnen.

1. Ästhetik und Bedienbarkeit der Praxis-Homepage

Der erste Eindruck zählt – das trifft auch auf Ihre Webseite zu. Die potenziellen Patienten verbringen in der Regel nur wenige Sekunden auf einer Homepage, um sich eine erste Meinung zu bilden. Wirken Aufbau und Design unprofessionell, sind sie schnell wieder weg und suchen nach einer anderen, vertrauenswürdigeren Praxis. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Webseite von einem Profi erstellt wird und entsprechend hochwertig designt und sinnvoll strukturiert ist.
Ziel sollte sein, dass Webseiten-Besucher die gewollten Informationen schnell und einfach erfassen können. Die Navigationsarchitektur sollte sinnvolle thematische Cluster wie „Unser Team“, „Über uns“ oder „Leistungen“ enthalten. Wenige Unterseiten und gut strukturierte Texte, die nicht überladen wirken, sorgen für den nötigen Überblick. Geben Sie Ihren Texten ausreichend Weißraum, das lädt zum Lesen ein. Verzichten Sie außerdem auf Fachsprache und verwenden Sie laienverständliche Formulierungen.

Diese Aspekte sollte Ihre Webseite zudem enthalten:

  • Leistungsspektrum
  • besondere Behandlungsmethoden (wenn vorhanden)
  • Spezialgebiete der Dermatologie
  • Vorstellung des Praxisteams (mit Fotos)
  • Lebensläufe der Ärzte
  • Praxisräume (mit Fotos)
  • Geschichte der Praxis (Gründung, Meilensteine, Teamerweiterung)
  • Praxisziele, -philosophie und -vision
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • Anfahrtsinformationen (z.B. Kartenausschnitt oder Anfahrtsbeschreibung)
  • Sprechzeiten
  • Kontaktdaten
  • Impressum (Pflichtangabe)

2. Fotos zur Veranschaulichung

Bauen Sie wo nur möglich Fotos in Ihre Webseite ein – Porträts der Dermatologen und des Personals, Gruppenfotos, Bilder der Praxisräume und des Gebäudes von außen sowie von glücklichen Kunden während der Behandlungen. Fotos schaffen Vertrauen. Wirken diese aber zu gestellt, kann Ihr Patient erkennen, dass es sich bei der abgebildeten Person nicht um den praktizierenden Arzt in Ihrer Praxis handelt, sondern um ein gekauftes Foto. Schaffen Sie stattdessen Authentizität, indem Sie zum Beispiel einen professionellen Fotografen engagieren, der Ihr Team und die Praxisräume ablichtet. Die Kosten dafür werden sich auszahlen.

3. Online-Terminvergabe

Nehmen Sie Ihren Patienten Arbeit ab und bauen Sie auf Ihrer Webseite ein Online-Terminvergabe ein. So sparen Patienten sich den Griff zum Telefon. Die Nachfrage danach steigt stetig. Die Mehrheit deutscher Internetnutzer möchte schon jetzt lieber online statt telefonisch ihre Arzttermine vereinbaren. Ein solches Tool auf der eigenen Praxis-Homepage zu implementieren, kann also durchaus Patienten anziehen und das Marketing Ihrer Arztpraxis vorantreiben.

4. Mobile Homepage

Die Patienten suchen nach Ihrer Dermatologie vorwiegend online – das steht fest. Sie können aber nicht davon ausgehen, dass die Menschen sich zuhause vor ihren Laptop setzen, um eine Google-Recherche durchzuführen. Vielmehr nutzen die Deutschen den Komfort, sich von unterwegs aus informieren zu können – und zwar über ihr Smartphone. Entsprechend haben Sie Ihre Webseite mobil-optimiert anzulegen. Ein Profi kann Ihnen dabei helfen, die Darstellbarkeit Ihrer Homepage auf Smartphones und Tablets zu gewährleisten. Für eine Arztpraxis ist das als Marketingmethode unausweichlich.

Eine mobile Webseite ist auch deswegen so wichtig für das Praxismarketing, weil Google diese Seiten in seinem Algorithmus bevorzugt. Webseiten, die sich nicht auf allen Bildschirmgrößen anzeigen lassen, erlangen in den Suchergebnissen eine deutlich schlechtere Platzierung. Schließlich lassen sich nicht-mobile Webseiten auf dem Smartphone nur sehr schwer rezipieren und eine positive Nutzer-Erfahrung ist für den Suchmaschinen-Giganten überlebenswichtig.

5. Auffindbarkeit der Homepage (SEO)

Können die Patienten Ihre Praxis bei Google nicht finden, gewinnen Sie auch keine neuen Patienten. Die Lösung dafür ist gute Suchmaschinenoptimierung (SEO). Darunter versteht man die Erstellung zielgruppenspezifischer Inhalte und deren Veröffentlichung über die Webseite. Mittels ausführlicher Analysen der Wettbewerber, Keyword-Bestimmungen und nutzerfreundlichen Texten kann Suchmaschinenmarketing dafür sorgen, dass Ihre Dermatologie in Googles Suchergebnissen sichtbar wird. SEO ist damit eines der wichtigsten und mächtigsten Werkzeuge im Praxismarketing für Ärzte. Keine andere Marketingmöglichkeit ist derart effizient und nachhaltig im Nutzen.

Wir empfehlen, das Suchmaschinenmarketing von einem Experten betreiben zu lassen. Dieser führt professionelle Recherchen durch und hat routinierte Abläufe für das Verfassen von Texten. Beachten Sie jedoch, dass Sie beim SEO zunächst ins Leere investieren. Erfolge zeigen sich erst nach mehreren Monaten, da Google eine künstliche Intelligenz bei der Auswertung der Suchergebnisse einsetzt. Bis der Algorithmus Ihre Webseite als hochwertigen Content erkennt und sie entsprechend mit einem guten Ranking belohnt, dauert es seine Zeit. Es ist also Geduld gefragt.

6. Bezahlte Anzeigen (SEA)

Für schnelle Erfolge bieten Suchmaschinen die Möglichkeit, sich mittels bezahlter Anzeigen auf der ersten Seite platzieren zu lassen. Die Anzeigenschaltung erfolgt über die Buchung von Keywords (Schlagwörter). Sie als Dermatologie können festlegen, bei welchen Keywords Ihre Praxis-Webseite den Nutzern angezeigt werden soll. Die Seite wird dann in den Suchergebnissen als Anzeige markiert. Im Gegensatz zum SEO ist das SEA allerdings nur vorrübergehend effizient – solange wie Sie als Praxis für die Anzeige zahlen möchten.

7. Bewertungsplattformen

Auch die Internet-Reputation ist ein wesentlicher Bestandteil im Marketing einer Arztpraxis. Ein Patient möchte den passenden Arzt finden, der ihn einfühlsam und kompetent von den eigenen Beschwerden befreit. Eine Dermatologie mit überwiegend negativen Bewertungen wirkt da abschreckend und wird von den Patienten gemieden. Positive Bewertungen hingegen können einen Patienten dazu bewegen, sich für Ihre Arztpraxis zu entscheiden. Bewertungsplattformen haben damit durchaus auch einen Werbeeffekt. Auch dann, wenn Sie die Möglichkeit nutzen, Ihre Praxis dort in einem individuell gestalteten Profil zu präsentieren.

Zur Einsicht der Bewertungen werden Portale wie Jameda genutzt, das speziell für Arztpraxen angelegt ist. Patienten dürfen dort ihre Erfahrungen, die sie in verschiedenen Arztpraxen gemacht haben, mitteilen. Zulässig sind die Kommentare, solange es bei Meinungsäußerungen bleibt. Bei Beleidigungen oder unwahren Tatsachenbehauptungen können die betroffenen Arztpraxen sich an die Betreiber wenden. Sie sind den Bewertungsportalen also nicht schutzlos ausgeliefert. Jedoch können Sie als Dermatologie nicht selbst entscheiden, ob Sie auf der Plattform aufgeführt werden wollen. Ein Arzt kann auch gegen seinen Willen in ein Bewertungsportal aufgenommen werden.

8. Online-Branchenverzeichnisse als Multiplikatoren

Erhöhen Sie Ihre Online-Sichtbarkeit, indem Sie Ihre Dermatologie in verschiedene Verzeichnisse eintragen lassen. Bekannte Telefon- und Adressverzeichnisse sind unter anderem Das Örtliche, Gelbe Seite oder Das Telefonbuch. Früher wurden diese in Papierform angelegt. Wie so vieles haben sich die Ausgaben aber hin zu Online-Angeboten entwickelt. Dort können Sie Informationen wie Ihre Kontaktdaten, die Webseitenadresse, Sprechzeiten und Ihr Logo hinterlegen. Einige Verzeichnisse bieten außerdem die Möglichkeit, Bildmaterial wie Ärzteporträts oder Aufnahmen der Praxisräume zu veröffentlichen. Neben den genannten, bekanntesten Verzeichnissen gibt es auch alternative Plattformen für das lokale Umfeld. Ein entsprechender Eintrag in die Verzeichnisse unterstützt Ihre Dermatologie, leichter gefunden zu werden und beeinflusst Ihr Praxismarketing positiv.

9. tattoolos-Partner werden

Um die Patientengewinnung in Ihrer Dermatologie zu steigern, können Sie ganz einfach tattoolos-Partner werden. Seit 2008 ist tattoolos führend in der laserbasierten Tattooentfernung und hat sich als Synonym für die schmerzarme und effektive Pigmententfernung im deutschsprachigen Raum etabliert. Tattoolos verwaltet ein großes Ärztenetzwerk, über das Patienten die richtige Hautarztpraxis in ihrer Nähe finden können. Bei Aufnahme in das Netzwerk profitiert Ihre Dermatologie von erfolgreichen Marketingwerkzeugen. Zum einen wird Ihnen auf einer eigenen Domain (tattoolos.com/Ihre-Praxis) mit umfangreicher Praxisvorstellung und eigenem tattoolos E-Mail-Account eine neue Werbefläche geboten. Und zum anderen generieren Sie durch SEO-optimierte Einträge Ihrer Praxis und Verlinkungen auf Ihre Praxiswebseite mehr Sichtbarkeit im Netz.

Daneben unterstützt tattoolos Sie optional mit professionellem Onlinemarketing (Google Adwords Kampagnen) oder bewirbt Ihre Dermatologie aktiv auf den tattoolos Social-Media-Kanälen. So können Sie langfristig von einer höheren Patientengewinnung profitieren und haben eine bessere Auslastung Ihrer Lasertechnik. Mit diesen Maßnahmen werden Sie die erste Anlaufstelle für Patienten im Bereich der Tattooentfernung sein und mehr wirtschaftlich interessanten Praxisumsatz erzielen. Nutzen Sie diese Vorteile der tattoolos Netzwerk-Partnerschaft und sorgen Sie mit einem Profileintrag Ihrer Dermatologie für erfolgreiches Praxismarketing.

10. Präsenz auf Social-Media-Kanälen

Social Media eignet sich als nützliches Instrument für das Praxismarketing. Über Kanäle wie Instagram, Facebook oder Twitter gelingt es Ihrer Dermatologie, die Kommunikation zwischen Praxis und Patient auf einer sehr persönlichen Eben stattfinden zu lassen. Sie können dort Ihren Praxisalltag zeigen, Artikel mit interessanten Gesundheitsinformationen externer, seriöser Quellen teilen oder eigene Texte zu Ihrem persönlichen Fachgebiet erstellen. Der Vorteil sozialer Medien ist der mögliche Austausch mit Ihren Patienten. Diese können auf Ihren Content reagieren und mit Ihnen in Kontakt treten – das schafft Vertrauen. Nutzen Sie die Chance der Interaktion. Mit Präsenz und regelmäßiger Veröffentlichung von lesenswerten Inhalten erreichen Sie Ihre Patienten, auch wenn diese schon länger nicht mehr bei Ihnen waren. So halten Sie die Patientenbindung aufrecht und bleiben in Erinnerung.

11. Printwerbung

Ein guter Ärzte-Marketing-Mix sollte Maßnahmen verschiedener Arten umfassen. Folglich sollte neben den Online-Marketing-Methoden die Offline-Werbung nicht in Vergessenheit geraten. Marketing-Aktivitäten mit Druckstücken wie Flyer, Broschüren, Praxiszeitungen, Flugblätter oder Zeitungsanzeigen können ebenso effektiv sein. Mit der Praxiszeitung beispielsweise lässt sich sehr gezielt über die Leistungen Ihrer Dermatologie informieren oder Ihre Praxisorganisation transparent machen.

Gestalten Sie die Zeitung so aktuell, informativ und spannend wie möglich, denn diese wird zwangsläufig mit den anderen Zeitschriften konkurrieren, die Sie ebenfalls in Ihrem Wartezimmer auslegen. Beachten Sie außerdem, dass all Ihre Printprodukte ein einheitliches Corporate Design aufweisen, welches dem Praxislogo und Ihrem Farbkonzept entspricht. Damit schaffen Sie ein Wiedererkennungsmerkmal. Nicht zu vernachlässigen sind allerdings der Aufwand und die hohen Kosten derartiger Printwerbung – besonders die Praxiszeitung als Marketinginstrument erfordert viel Zeit und ein hohes Budget.

12. Umgang mit Patienten

Es hört sich zweitrangig an. Jedoch ist der Umgang mit den Patienten essentiell für das Praxismarketing für Ärzte – wenn auch indirekt. Unterschätzen Sie als Arztpraxis nicht die Bedeutung Ihrer Mitarbeiter. Sie sind es, die Ihre Patienten in Empfang nehmen, sie durch die Praxis leiten, ihnen während Behandlungen beistehen und sie am Ende wieder verabschieden. Fühlen die Patienten sich bei Ihrem Personal nicht gut aufgehoben, vergessen oder einfach unfreundlich behandelt, werden sie Ihre Dermatologie unzufrieden verlassen und womöglich nicht wiederkommen – geschweige denn Sie weiterempfehlen.

Dabei ist Mundpropaganda ein wesentlicher Bestandteil des Marketings, vor allem für Ärzte! Eine gelungene Patientenkommunikation hat zahlreiche positive Nebeneffekte: Patienten berichten von ihren positiven Erfahrungen in Ihrer Arztpraxis und tragen damit zur Entscheidung der nächsten Person bei, Ihre Praxis ebenfalls zu besuchen. Und bestenfalls erhalten Sie auch noch positive Bewertungen auf Portalen, Likes in den sozialen Medien oder ähnliches. Beachten Sie einfach nur einige wesentliche Regeln eines freundlichen Umgangs:

  • Den Patienten nicht sprachlos warten lassen: geben Sie einen kurzen Hinweis, dass Sie sofort für ihn da sind, sollten Sie gerade beschäftigt sein.
  • Blickkontakt suchen: sehen Sie Ihren Patienten an, während er redet und blättern Sie nicht währenddessen in Unterlagen oder starren in den PC.
  • Mit Namen ansprechen: das schafft eine persönliche Atmosphäre.
  • Fragen stellen, zuhören, Verständnis zeigen und nicht unterbrechen.
  • Killerphrasen vermeiden: Aussagen wie „Konnten Sie das nicht früher sagen“ haben in einem freundlichen Arztgespräch nichts zu suchen.

13. Qualität der Arztleistungen

Direkten Einfluss auf die Zufriedenheit Ihrer Patienten hat selbstverständlich die Qualität Ihrer medizinischen Leistungen. Zwar können die meisten Patienten als Laien die Qualität Ihrer Arbeit nicht bewerten und doch können sie zwischen qualifizierten und inkompetenten Ärzten unterscheiden. Das machen sie zum Beispiel an der Art der Untersuchung aus oder der Dauer der Behandlung. Wird ein Patient nach kurzer Zeit mit einer Krankschreibung in der Hand abgetan, ohne dass nach einer vernünftigen Diagnose gesucht wurde, macht das einen äußert unprofessionellen Eindruck. Ebenso sollten die Ärzte bemüht sein, ihre Patienten über Krankheiten aufzuklären – mit Fachwissen, das sie verständlich an ihrem Gegenüber weitergeben. Eine saubere und gepflegte Arztpraxis kann ein weiterer Qualitätsmaßstab sein, anhand dessen Ihr Patient die Qualität Ihrer Arztleistungen bewertet.

14. Siegel und Zertifizierungen

Marketing in der Arztpraxis können Sie auch betreiben, indem Sie Ihre erworbenen Zertifizierungen und Qualitätssiegel in den Praxisräumen aushängen oder auf Ihrer Webseite präsentieren. Diese beweisen den Patienten, dass sich Ihre Dermatologie erfolgreich um die Sicherung einer qualitativen Patientenversorgung bemüht. Ihre Patienten können somit sicher gehen, dass die Qualität in Ihrer Dermatologie unabhängig geprüft wurde und gängigen, gesetzlichen Anforderungen entspricht. Es gibt sehr unterschiedliche Zertifikate, die Arztpraxen erlangen können, so zum Beispiel DIN EN ISO 9001, QEP, EQAM, KTQ und viele weitere. Sie alle – sofern die Zertifizierung durch eine akkreditierte Stelle erfolgt – können einen positiven Einfluss auf die Außendarstellung Ihrer Praxis haben.

15. Corporate Identity

Zu guter Letzt kommt es im Praxismarketing auf eine passende Corporate Identity (CI) an. Damit ist das Selbstbild und die Außendarstellung einer Arztpraxis gemeint, sozusagen der Gesamteindruck. Es gilt, eine Praxisphilosophie zu entwickeln und diese sowohl nach innen als auch nach außen zu transportieren. Sie schriftlich festzuhalten kann helfen, sie den Mitarbeitern nahezubringen, sodass diese sie verinnerlichen und sich mit den Praxiszielen identifizieren können. Gelingt es den Ärzten, Mitarbeitern und der Praxis an sich durch ihr Erscheinungsbild die Praxisphilosophie nach außen zu tragen, so wird Ihre Dermatologie unverwechselbar und hebt sich von der Konkurrenz ab.

Es gibt verschiedene Hilfsmittel, mit denen eine Praxis einen Wiedererkennungswert und einen positiven Gesamteindruck schaffen kann. Zunächst ist der Umgang in der Praxis entscheidend – sowohl mit den Patienten als auch der Umgang der Mitarbeiter untereinander. Auch die Organisation in der Praxis hat großen Einfluss. Haben die Patienten regelmäßig mit langen Wartezeiten zu rechnen oder wird der Datenschutz am Empfangsbereich nicht ernst genommen, wirkt das unprofessionell auf die Patienten. Daneben kommt es aber auch auf das Erscheinungsbild Ihrer Dermatologie an: ein helles Wartezimmer, ein übersichtlicher Empfangsbereich, gut ausgestattete Behandlungsräume sowie ein einheitliches Corporate Design von Logo, Unternehmensfarben, Praxisschild, Imagebroschüre, Webseite und allen weiteren Marketinginstrumenten. Dies alles prägt das Vertrauen, die Professionalität und den Gesamteindruck Ihrer Praxis.

Fazit

Professionelles Praxismarketing ist essentiell – nicht nur für die Patientenakquise, sondern auch für Ihr Image und die Bekanntheit Ihrer Praxis. Die Digitalisierung zwingt Unternehmen jeglicher Branchen dazu, ihre Marketingmaßnahmen auf verschiedene Kanäle und Plattformen auszuweiten. Auch Sie als Dermatologie sollten von diesen Möglichkeiten profitieren und Ihr Praxismarketing entsprechend anpassen. Sorgen Sie für eine gute Auffindbarkeit Ihrer Webseite – mit einem professionellen SEO oder SEA, dem Eintrag in Branchenverzeichnisse oder dem tattoolos-Ärztenetzwerk. Setzen Sie aber auch auf klassische Marketingmethoden wie die Printwerbung. Und vernachlässigen Sie nicht die zwischenmenschliche Kommunikation, denn auch die ist ausschlaggebend für Ihr Praxismarketing. Der Mix macht es.