Risiken bei der Tattooentfernung: Diese 9 Fehler gilt es zu vermeiden!

  • zuletzt aktualisiert:1 Monat 
  • geschätzte Lesezeit:7Minuten

Eine Tattooentfernung mit dem Laser ist eine beliebte Methode, um unerwünschte Tattoos wieder von der Haut verschwinden zu lassen. Wer sich dieser Behandlung unterziehen möchte, sollte dabei jedoch wichtige Do’s & Don’ts beachten, um möglichen Tattooentfernung-Risiken vorzubeugen. Wenn Du die folgenden 9 Fehler so gut es geht vermeidest, steht einem guten Ergebnis nach der Laserbehandlung nichts im Wege.

1. Unzureichende Beratung

Alles beginnt natürlich mit einer umfassenden Beratung beim Fachmann. Neben der Laserbehandlung gibt es noch weitere Methoden und grundsätzlich ist jede Tattooentfernung anders. Du solltest gut abwägen können, ob eine Laserentfernung wirklich für Dich infrage kommt. Außerdem birgt jede Tattooentfernung Risiken und Nebenwirkungen. Wer sich vorab nicht ausgiebig beraten lässt – und das tun die wenigsten – läuft Gefahr, dass Fehler passieren.

2. Schlechte oder falsche Lasertechnik

Erkundige Dich,wo der Laser herkommt. Denn bei der Lasertechnik gibt es große Qualitätsunterschiede. Sogenannte gütegeschaltete Nd:YAG-Laser sind der aktuelle Standard in der Tattooentfernung. Lasergeräte können zwei oder vier Wellenlängen haben, wobei 4-Wellenlängen-Laser leistungsfähiger, aber auch teurer in der Anschaffung sind. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten besitzen nur wenige Studios 4-Wellenlängen-Laser. Tattoolos setzt hingegen beim Tattoo weglasern bereits an sechs Standorten mit 4-Wellenlängen-Lasern auf diese Technik – für die besten Ergebnisse. Mit 4-Wellenlängen können nicht nur mehr Farben gelasert werden, sondern es kann allgemein präziser gearbeitet werden. Je bunter die Tätowierungen, desto besser sollte die Technik sein.

Profi-Lasergerät mit vier Wellenlängen: Der Asclepion TattooStar effect combo in einem tattoolos-Studio.

Das klassische Blauschwarz von Tattoos lässt sich sehr gut entfernen – in der Regel auch mit 2-Wellenlängen-Lasern. Vor allem bei Grün, Hellgelb, Metallicfarben, Hautfarbe und allgemein sehr hellen Farben lässt sich ein Tattoo aber sehr viel schwerer weglasern. Hier sollte daher besser ein 4-Wellenlängen-Laser benutzt werden.

3. Auf Spezialisten verzichten, um Geld zu sparen

„Lasern mache ich auch!“ Wer diesen Satz hört, sollte sich nicht blind darauf verlassen, dass die Person die Entfernung von Tattoos auch gut beherrscht. Denn: Lasern darf in Deutschland jeder, der einen eintägigen Laserschutzkurs absolviert hat. Das heißt aber nicht, dass er wirklich etwas von Tattoo-Entfernung, der Arbeit mit dem Laser am Menschen, oder der Pflege von gelaserten Arealen versteht. Der Fachmann muss sich ganz genau mit den jeweiligen Aufsätzen des Lasers und mit dem Wellenspektrum, mit dem der Laser arbeitet, auskennen. Mache daher nicht den Fehler, bei der Laser-Tattooentfernung am falschen Ende zu sparen. Glaube niemals einer Person, die sich als Arzt für Tattoo-Entfernung bezeichnet. Sei aber auch bei einem ‘echten’ Arzt skeptisch, wenn er diese Prozedur vorschlägt und selbst durchführen will. Man sagt: Nur ein speziell ausgebildeter Fachmann entfernt Tattoos sicher und sauber.

Allerdings ist es für den Laien gar nicht so leicht, einen Fachmann vom Amateur zu unterscheiden. Es gibt weder geregelte Ausbildungen, noch staatlich anerkannte Zertifikate. Am besten erkennst Du einen Spezialisten daran, dass er Dich ausführlich berät und rundum aufklärt, z.B. über sämtliche Risiken einer Tattooentfernung.

Tattoolos hat zudem die tattoolos medica ins Leben gerufen: In einem sechstägigen Kurs wird Interessenten hier eine Grundausbildung vermittelt, die weitaus mehr beinhaltet als die meisten angebotenen Kurse in diesem Bereich. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer ein entsprechendes Zertifikat.

4. Alkoholkonsum kurz vor der Laserbehandlung

Wer am Abend vor der Behandlung zu tief ins Glas geschaut hat, sollte vom Lasern absehen. Es gibt zu viele mögliche Wechselwirkungen. Außerdem ist der Körper mit dem Abbau des Alkohols beschäftigt und kann sich nicht um die Entfernung der Tattoofarbe kümmern. Man sollte Tattoo-Entfernung grundsätzlich so ernst nehmen wie jede andere medizinische Behandlung. Kommen Sie nüchtern – ansonsten stellen wir in der Risikobewertung fest, dass die Behandlung des Patienten keinen Sinn macht, wenn dieser unter starker Alkoholeinwirkung steht!

Falls Sie regelmäßig bestimmte Medizin einnehmen müssen und ob Sie das dürfen, sollten Sie das ebenfalls vor der Behandlung ansprechen. In der Regel ist das allerdings kein Problem.

5. Haut nach Tattooentfernung falsch behandeln

Nach dem Lasern von Tätowierungen beginnt für den Körper die Arbeit erst richtig. Der Abtransport der Farbpartikel und die Heilung des gelaserten Areals brauchen ihre Zeit. Für gute Ergebnisse ist es wichtig, den Körper hier zu unterstützen: 24 Stunden nach dem Tattoo weglasern musst Du Deine Haut weiter aufmerksam pflegen. Einmal täglich solltest Du eine sterile Wundheilcreme auf das gelaserte Tattoo auftragen, um Schorf- oder gar Narbenbildung zu vermeiden – ähnlich wie nach einem frisch gestochenen Tattoo. Verbunden wird das gelaserte Areal nach dem Cremen nicht mehr, denn je mehr Luft an die Stelle kommt, desto besser!

6. Entferntes Tattoo und Wasserkontakt

Wasser ist ein weiteres Risiko im Rahmen der Entfernung einer Tätowierung. Wer seine Haut nach der Laserbehandlung aufweicht, riskiert Narbenbildung. Circa eine Woche nach einer Sitzung solltest komplett Du auf das Bad in der Wanne verzichten. Beim Duschen, in den ersten Tagen nach der Behandlung, solltest Du darauf achten, dass so wenig Wasser wie möglich an die Stelle kommt. Wenn das schwierig ist aufgrund der Stelle der ehemaligen Tätowierung, helfen Sie sich mittels eines Schwamms oder Lappens und verzichten Sie ganz auf die Dusche. Und wenn es unbedingt die Dusche sein muss, sollten Sie nicht zu lang und zu heiß duschen – für die Grundhygiene reichen schon wenige Minuten.

7. Risikofaktor Sonne: Tattooentfernung im Sommer oder Winter?

Auch wenn die Sonne noch so schön scheint: Wer ein Tattoo weglasern lassen möchte, sollte mindestens drei Wochen vorher die Sonne meiden. Das Lasern von vorgebräunter Haut kann zu zeitweiligen Pigmentstörungen führen, denn der Laser kann nicht zwischen Tattoofarbe und Hautfarbe unterscheiden, wenn die Haut zu braun ist. Solarium und ausgiebige Sonnenbäder sind vor der Laserbehandlung also tabu.

Das gilt aber auch für die Zeit nach der Behandlung. Optimalerweise solltest Du die Sonne die gesamte Behandlungszeit über meiden. Wird die Haut während des Tattooentfernungsprozesses nicht vor Sonneneinstrahlung geschützt, z.B. durch Sonnencreme und Abdecken der Stelle, kann es zu Depigmentierungen kommen. D.h., die Hautfarbe verändert sich im gelaserten Areal, manchmal nur punktweise, manchmal großflächiger. Wenn die Farbpigmente verschwinden oder verändert werden, sieht man das deutlich auf der Haut.

Da die einzelnen Sitzungen mehrere Wochen auseinander liegen, empfehlen sich natürlich vor allem der Herbst und Winter für eine Laser-Entfernung, da die Sonneneinstrahlung dann in der Regel sowieso geringer ist. Im Frühling und Sommer solltest Du die Stelle durch ein locker sitzendes, langes Kleidungsstück abdecken und dabei zusätzlich mit Sonnencreme schützen. So kann die Haut weiter uneingeschränkt atmen, die Stelle wird nicht gereizt und es trifft keine direkte UV-Einstrahlung auf das gerade weggelaserte Tattoo.

8. Exzessiver Sport nach dem Tattoo-Weglasern

Alles was die Stelle reizt, ist ein unnötiges Risiko für die Haut, heißt: Es können Narben entstehen. Deshalb ist circa eine Woche nach der Behandlung auchKraftsport ein Tabu. Manchmal führt die Behandlung auch zu körperlicher Erschöpfung, wodurch der Körper eher Ruhe braucht. Wer dann doch exzessiv Sport treibt, gefährdet u.A. Herz und Kreislauf. Daher sollten Sie sich keinesfalls überanstrengen.

Durch die Muskelbewegung gerät die Haut stark in Bewegung, was die Abheilung verschlechtern kann. All das ist schädlich. Wenn Du Sport machst, dann bitte nur solchen, bei dem nicht direkt die weggelaserte Stelle strapaziert wird.

9. Nicht an der Kruste kratzen

Auch wenn es noch so schwer fällt: Finger weg von der heilenden Wunde! Du solltest auf keinen Fall den Körper in der Heilung unterbrechen, in die Blasen stechen, an der Kruste pulen oder ähnliches. Das kann im schlimmsten Fall zu Narbenbildung führen.

Die Behandlungen liegen zwar mehrere Wochen auseinander, aber die Tattoo-Entfernung wird grundsätzlich erschwert, je schlechter die Haut verheilt. Daher heißt die Devise: Lassen Sie die Haut ruhen und sich von Irritation nicht verunsichern. Patienten, die viel an der Wunde herumspielen, brauchen hinten heraus oft eine ausführlichere Therapie.

Welche weiteren Risiken könne für Dich als Patient bei der Tattooentfernung bestehen?

Wenn Du Dein Tattoo entfernen lassen möchtest, besteht bei einigen Farbtönen die Gefahr, dass diese nicht vollständig entfernt werden. In einigen Fällen kann es zudem zu Farbumschlägen kommen. Das Lasern der Haut kann im schlimmsten Fall eine Wundheilungsstörung oder Infektion auslösen.

Um diesen Risiken bestmöglich vorzubeugen und die zu informieren, solltest Du auf eine ausführliche Beratung und Aufklärung beim Spezialisten setzen. Diese teilen wertvolle Tipps mit Dir, wie Du deine Haut optimal schonst und was Du bei der Vor- und Nachbereitung beachten solltest. Falls noch Fragen offen geblieben sein sollten, komme doch ganz unverbindlich zu einem Beratungsgespräch an einem unserer tattoolos-Standorte und lerne unser Team kennen.

Titelbild – ©istockphoto.com/mkrberlin
Weitere Bildquellen – ©istockphoto.com/funduck, ©istockphoto.com/mabe123

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