Nach der Tattooentfernung: Pflege und Nachsorge

  • zuletzt aktualisiert:1 Monat 
  • geschätzte Lesezeit:3Minuten

Tattoos lassen sich am besten mit einer Laserbehandlung entfernen. Für eine erfolgreiche Tattooentfernung ist aber nicht nur der Facharzt verantwortlich: auch Du kannst mithelfen, Deine Tattooentfernung schmerzarm und vor allem narbenfrei zu gestalten.

Die Laserbehandlung

Bei der Tattooentfernung fährt der Spezialist das Tattoo mit dem Laser nach. Das hochkonzentrierte Licht, dessen Wellenlänge auf die Farbe des Tattoos eingestellt ist, versetzt die beim Tätowieren eingelagerten Farbpigmente in Schwingungen, bis sie aufbrechen. Dadurch entstehen kleinste Farbpartikel, die vom Immunsystem des Körpers abtransportiert werden können. Allerdings beansprucht dieser Prozess Zeit – je nach Größe und Farbigkeit des Tattoos sind mehrere Termine nötig, bis eine Tätowierung komplett verschwunden ist. Zwischen den Sitzungen braucht die Haut eine Regenerationsphase von mehreren Wochen. Wer sich ein Tattoo entfernen lassen will, muss also Geduld mitbringen!

Heilungsprozess der Haut

Auch wenn der Laser nur die Tattootinte angreift, kommt es meist zu Schorfbildung auf der Haut, gelegentlich beginnt das Tattoo auch zu bluten. Der Schorf, ein Zeichen des Wundheilungsprozesses, darf keinesfalls abgekratzt werden. An der Verletzung bilden sich sonst Narben. Schorf schützt die Haut auch vorm Eindringen von Keimen und Krankheitserregern, die zu Infektionen führen können. Ob mit Schorfbildung oder ohne, die Haut ist nach jeder Laserbehandlung gereizt und sollte daher schonend behandelt werden. Meist kühlt man die Hautstelle bereits in der Praxis, danach ist es wichtig, sie sauber und trocken zu halten. Natürlich möchte man nicht tagelang aufs Duschen verzichten (Baden sollte man dagegen tatsächlich vermeiden!). Hier es wichtig, die behandelte Hautpartie vorsichtig wieder trocken zu tupfen. Um gut zu heilen braucht sie außerdem viel Luft, das Tattoo sollte daher nicht hermetisch abgeklebt werden.

Pflegetipps für den optimalen Heilungsprozess nach dem Tattoo Lasern

Um den Heilungsprozess der Haut zu unterstützen gibt es zahlreiche Tipps, neben der Verwendung von Wundcreme, die du bei der Pflege und Nachsorge beachten solltest. Wichtig ist es zunächst, dass Du Deiner Haut ausreichend Zeit für eine Regeneration gibst. Zusätzlich solltest Du Deine Haut keiner direkten Sonneneinstrahlung aussetzen und auch auf den Besuch von einem Solarium verzichten. Auch von Schwimmbadbesuchen und Saunagängen wird in der Erholungsphase der Haut dringend abgeraten.

Lass Luft an Deine Haut

Deine Kleidungsauswahl sollte etwas „luftiger“ sein, damit sich Deine Haut von einer Tattooentfernung regenieren kann. Zu enge Kleidungsstücke reizen die Haut, da sie scheuern können.

Schutz vor der Sonne

Bitte verzichte auf Sonnenbäder und den Besuch des Solariums. Wer die laserbehandelte Hautstelle nicht vor der Sonne schützt, riskiert dauerhafte Hautverfärbungen, da die Haut vorübergehend wesentlich lichtempfindlicher ist. Generell gilt daher hohen Sonnenschutzfaktor verwenden und möglichst direktes Sonnenlicht meiden.

Verzicht auf Saunabesuche

Bitte Besuche auch nicht die Sauna, wenn sich Deine Haut von einer Laserbehandlung erholt. Dieser würde die Haut wegen des Schwitzens und der starken Erhitzung sehr beanspruchen und sollte daher auch besser verschoben werden. Auch vom Fitnessstudio und anderen Kraftsportarten raten Ärzte ab, damit die Haut zur Ruhe kommen kann. Den Heilungsprozess kann man durch mehrere Faktoren zusätzlich unterstützen.

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6 Antworten

  1. Man sollte sich auch auf keinem Fall die Illusion machen, dass das Tattoo nach wenigen Wochen entfernt sein wird. Es ist ein langwieriger Prozess, der bis zu 2 Jahren dauern kann.

    1. je nach Größe der Tätowierung kann ich dies nur bestätigen. Da zwischen den Behandlungen mind. 6 Wochen liegen sollten ist der Prozess der Tattooentfernung u.U. sehr langwierig

  2. Den Ananassaft (Paradiso Direktsaft von Penny) trinke ich zwar auch jeden Tag, aber k.A., ob da noch viel Bromelain drin ist. Könnte mir vorstellen, dass ein Grossteil davon beim pasteurisieren zersetzt wurde.
    Frisch Pressen wäre zu teuer und zu aufwendig. Zur Sicherheit hab ich einfach noch Bromelain-Tabletten bei Amazon bestellt (extrahiert aus den Mittelstrüngen); 90 Tabletten der Firma „Scitec“ (es gibt selbstverständlich auch andere) kosten schlappe 15 € und jede 500mg Tablette enthält rechnerisch soviel Bromelain wie 32kg frische Ananas.
    Zum Penny-Direktsaft gibt’s jetzt jedesmal einfach eine Tablette, so sollte die Bromelain-Dosis gesichert sein.

    1. Lieber Michael, vielen Dank für dein Beitrag und den wertvollen Tipp. Ja das stimmt. Viele Enzyme sterben bei ca. 45°C. Von daher ist die Tablettenvariante eine sehr gute Idee. 32 kg sollten als Dosis auch gut ausreichen 😉 Allerdings enthält die Ananas auch nach viele andere Enzyme und Eiweiße. Von daher empfehlen wir auch immer mal wieder eine frische Frucht zwischendurch.

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