Cover-up Ideen für das Arschgeweih

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Eine Rose auf der Schulter, den Namen der großen Liebe auf dem Arm oder das in den Neunzigern so populäre Steißbein-Tattoo, das abfällig auch als „Arschgeweih“ bezeichnet wird: einige Tattoos aus der Vergangenheit entpuppen sich als Fehlentscheidung.

Doch das „für immer und ewig“ einer Tätowierung gilt heute nicht mehr. Es gibt mehrere Möglichkeiten, unliebsam gewordene Tattoos wieder loszuwerden. Dabei gibt es einerseits die Option durch ein Cover-up das bereits vorhandenes Arschgeweih zu verstecken. Andererseits besteht auch die Option einer dauerhafte Entfernung mithilfe der Laserbehandlung.

Störende Steißtattoos covern lassen

Die Überlegung ein Cover-up vornehmen zu lassen kommt dann auf, wenn Unzufriedenheit aufgrund des Tattoos entsteht. Mögliche Gründe dafür können sein:

  • Das Aussehen des Tattoos selbst, unabhängig von der betroffenen Körperstelle
  • Ein schlecht gestochenes Tattoo mit verwackelten oder verlaufenen Linien
  • Tattoos mit verblassten Farben
  • Ungünstige Platzierungen der Tätowierungen oder auch ungeliebte Motive (z. B. das „Steißtattoo“ als Trendmotiv der 90er Jahre)
  • Ein Tattoo von vor zehn Jahren gefällt Dir nicht mehr
  • Eine falsche Übersetzung von z. B. chinesischen Schriftzeichen fällt auf & Du möchtest es nun loswerden

Wie es der Name schon sagt, verfolgt ein Cover-up das Ziel, dass ein altes Tattoo unter einem neuen Tattoo versteckt wird. Da dies aber nicht bei jedem Tattoo möglich ist, solltest Du vorher immer einen Beratungstermin beim Tätowierer vereinbaren, um das prüfen zu lassen. Grundsätzlich ist bei einem Cover-up zu beachten, dass diese deutlich größer ausfallen als das alte Tattoo und der Gestaltungsspielraum deutlich eingeschränkt ist. Nichtsdestotrotz soll das neue Tattoo seinem Träger bzw. seiner Trägerin gefallen und nicht nur einen Kompromiss darstellen. Um das vorherige Tattoo dabei verschwinden zu lassen, ist es wichtig, auf starke Kontraste zu setzen und mit verschiedenen Strukturen zu arbeiten. Der dadurch neu entstandene Schwerpunkt lenkt das Auge ab, sodass nur noch das Cover-up wahrgenommen wird.

Cover-up-Design fürs Arschgeweih: Eule mit feiner Federstruktur
Die Federstruktur von z. B. Eulen kann alte Tattoos gut verstecken.

Cover-up von Steißtattoos durch schwarze Schattierungen
Schwarze Schattierungen eignen sich für Cover-ups von Steißtattoos.

Gerade dann, wenn einem die Platzierung des Tattoos weniger zusagt, wie es beim Steißbein-Tattoo häufig der Fall ist, kann eine Vorbehandlung des Tattoos durch den Einsatz von Lasern sinnvoll sein. Dadurch, dass Teile des Tattoos entfernt werden, ist die zu überdeckende Fläche insgesamt wesentlich kleiner, sodass der Tätowierer wieder mehr Gestaltungsoptionen besitzt. Auf unserer tattoolos-Website findest Du eine Vielzahl an Fachärzten, die zu unserem Partnernetzwerk gehören. Dort kannst Du Dich melden, um ein Beratungsgespräch zu vereinbaren und bei Interesse auch eine solche Laserbehandlung von einem Hautarzt vornehmen lassen.

Dennoch besteht auch die Möglichkeit ein vollständig vorhandenes Arschgeweih zu covern.

Schaut man sich einige der zahlreichen Erfahrungsberichte in Foren oder auf Social Media an, entpuppt sich das Mandala, welches insbesondere bei filigran gestochenen Steißtattoos als Cover-up gut funktioniert, als beliebtes Motiv. Verbreitete Steißbein-Tattoo Cover-ups, mit denen andere Tätowierte bereits gute Erfahrungen gemacht haben, sind zum Beispiel Ranken, Blüten oder Ornamente. Diese verbinden sich mit den Mustern des vorherigen Tattoos und ein Cover-up des unliebsamen Arschgeweihs wird möglich. Gefällt hingegen auch der Gedanke, dass ein größeres Tattoo das Steißbein und Teile des Rückens ziert, sind großflächige Tattoos, wie zum Beispiel Vögel besonders angesagt. So lässt sich das Tattoo unter dem Federgewand eines Vogels bestens verstecken, da hier besonders gut mit verschiedenen Strukturen und Kontrasten gearbeitet werden kann. Ein weiteres Motiv, dass sich beim Arschgeweih covern bewährt hat, ist der Drache. Ebenso wie die Federpracht eines Vogels, dienen die Schuppen des Drachens als gutes Versteck für das alte Tattoo.

Drachenmotiv mit schwarzer Schattierung als Cover-up-Design fürs Arschgeweih
Blüten und Tierschuppen eignen sich wunderbar für Cover-ups.
Mandala als Cover-up-Motiv fürs Arschgeweih
Mandala-Motive eignen sich vor allem bei fein gestochenen Motiven als Cover-up.

Wichtig zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass sich dunkle Tattoos oftmals schlechter covern lassen. Da gerade das Steißtattoo häufig mit schwarzer Farbe gestochen wird, kann eine leichte Laserbehandlung sinnvoll sein, damit das Tattoo verblasst. Dadurch lässt es sich anschließend besser überdecken.

Das Touch-Up – Verblassten Tattoos neuen Glanz verleihen

Wer mit dem Tattoo-Motiv und der Platzierung zufrieden ist und sich lediglich daran stört, dass das Tattoo im Laufe der Zeit verblasst ist, der kann auf ein sogenanntes Touch-Up zurückgreifen. Dabei steht insbesondere das Aufwerten oder Aufarbeiten eines bereits vorhandenen Tattoos im Fokus. Ziel ist es, verschwommene Linien genau nachzustechen und verblasste Details wieder aufzufrischen. Kurz und knapp kann man sagen, dass das Tattoo verbessert wird und damit seine alte Strahlkraft zurückerhält.

Wenn das Cover-up für ein „Arschgeweih“ keine Lösung ist: Laserbehandlung

Die Tattooentfernung mit Laser ist die effektivste Möglichkeit, sich wieder von Tätowierungen zu trennen. Die Laserbehandlung ist eine ambulante Behandlungsform, die ohne Narkose auskommt und keine Narben hinterlässt.

Falls also ein Cover-up keine Option für Dich ist, da Du kein Interesse daran hast überhaupt weiterhin tätowiert zu sein, dann ist die Entfernung per Laser eine ratsame Behandlungsmethode. Außerdem kann das Covern eines Tattoos auch deshalb nicht gewollt sein, wenn Du sowohl mit dem Motiv als auch mit seiner Platzierung völlig unzufrieden bist, wie es beim „Arschgeweih“ immer öfter der Fall ist.

Für die Tattooentfernung mit Laser bedarf es spezieller Geräte, die je nach Farbe des Tattoos zum Einsatz kommen. Jede Farbe hat eine andere Wellenlänge, die auf die Wellenlänge des hochenergetischen Lichtimpuls des Lasers reagiert. Das kurzwellige Licht des Lasers dringt durch die oberste Hautschicht zum Tattoo vor. Dort erzeugt der Laser eine Mikroexplosion, die den Farbstoff zersprengt. Diese Farbpartikel können dann vom Lymphsystem abtransportiert werden. Da nur die Farbe auf den Laser reagiert, bleibt die Haut unverletzt und es entstehen keine Narben. Die Tattooentfernung mit Laser ist eine schmerzarme Methode – ein bisschen pickst es aber doch, vergleichbar mit feinen Nadelstichen auf der Haut. Allerdings ist die Schmerzwahrnehmung individuell unterschiedlich und die Grenzen liegen hier von Mensch zu Mensch anders.

Tattooentfernung durch Laserbehandlung

Besonders ratsam bei der Tattooentfernung ist der Einsatz von Lasern, die auf die Wellenlänge dunkler Tattoofarben eingestellt sind. Für bunte Tattoos kommen andere Geräte zum Einsatz. Bei jeder Sitzung – je nachdem wie groß das Tattoo ist – wird das Bild einmal komplett mit dem Laser nachgezeichnet. Von Behandlung zu Behandlung wird mehr Farbe zerstört und abgebaut, bis das Tattoo schließlich komplett verschwunden ist. Wie viele Termine nötig sind, bis ein Tattoo ganz entfernt ist, hängt von der Hautbeschaffenheit ab, von der Tiefe der Farbe und auch von der Professionalität des Tätowierers. Auch das Alter des Tattoos ist ein einflussreicher Faktor. Die Lasertherapeuten aus dem tattoolos-Netwerk, die Du auf unserer Website heraussuchen und kontaktieren kannst, erstellen Dir nach einem Beratungsgespräch ein individuelles Angebot. Grund dafür ist, dass sich erst dann einschätzen lässt, wie die Haut auf den Laser reagiert. In der Regel muss man die Tattooentfernung selbst zahlen, da die Krankenkassen diese als kosmetische Behandlung einschätzen, außer es kommt zu starken, unvorhersehbaren allergischen Reaktionen bei einem Tattoo.

Nebenwirkungen einer Tattooentfernung 

Zwischen den Therapieterminen müssen mehrere Wochen liegen, in denen sich die behandelte Hautstelle wieder beruhigen kann. In dieser Zeit kann es zu Rötungen und Schwellungen kommen. Manchmal blutet das Tattoo auch bei der Behandlung. Wichtig ist, dass Tattoo gut zu kühlen, den Schorf in Ruhe abheilen zu lassen und die Hautstelle nicht der Sonne auszusetzen. Zwei Gläser Ananassaft am Tag unterstützen den Heilungsprozess der Haut zusätzlich. Wenn das Tattoo bereits entfernt ist, kann es vorkommen, dass die Stelle für einige Zeit heller bleibt. Diese sogenannte „Depigmentierung“ ist aber nur vorübergehend.

Tattooentfernung nur von Experten 

Laser für Tattooentfernung sollten nur von Experten eingesetzt werden, die speziell dafür ausgebildet sind, sich regelmäßig fortbilden und tägliche Praxis haben. Nicht nur Hausärzte warnen vor Selbstversuchen und vermeintlichen Wundersalben. Schmerzen, hässliche Narben und Flecken auf der Haut sind oft die Folge solcher Experimente. Wir von tattoolos bieten Dir die Möglichkeit, eine passende Praxis aus unserem Partner-Netzwerk zu finden. Du kannst diese Praxis dann kontaktieren und einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren.

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